Ihr habt noch nicht mit der Sauberkeitserziehung eures Kindes angefangen. Aber ihr denkt schon darüber nach. Vielleicht fragt ihr euch, wann ihr anfangen könnt, wie ihr euch vorbereiten könnt und was alles dazu gehört.
Ein Lernprozess
Das Töpfchentraining ist etwas, das Kinder mit etwas Hilfe von anderen lernen. Genau wie das Laufen- und Sprechenlernen. Für dein Kind bedeutet das Töpfchentraining: zu lernen, zu spüren, was in seinem Körper vor sich geht, und zu verstehen, wozu die Toilette da ist. Die meisten Kinder können zwischen 1,5 und 2 Jahren mit den ersten Schritten zum Sauberwerden beginnen. Das bedeutet, dass dein Kind Interesse am Pinkeln, Kacken und an der Toilette entwickelt. Und es begreift, dass große Kinder und große Menschen keine Windeln mehr tragen!
Worauf kannst du bei deinem Kind achten?
Bevor du mit den ersten Schritten zur Sauberkeitserziehung beginnst, ist es hilfreich, wenn dein Kind schon ein paar Dinge kann und versteht. In welchem Alter ein Kind dazu in der Lage ist, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Dabei geht es um die körperliche Entwicklung, die motorische Entwicklung und die sprachliche Entwicklung bzw. das Verständnis (auch: geistige Entwicklung).
Kind unter 2 Jahren
Wusstest du, dass man oft schon im Alter von 1,5 bis 2 Jahren anfangen kann? Das Alter ist nicht das Wichtigste, wenn es um die Sauberkeitserziehung geht. Es kommt vor allem darauf an, was dein Kind bereits kann, versteht und zeigt. Wenn du dein Kind genau beobachtest, kannst du zum richtigen Zeitpunkt anfangen. Dann klappt die Sauberkeitserziehung danach meist besser, einfacher und schneller.
Kind im Alter zwischen 2 und 3,5 Jahren
Ab 2 Jahren können fast alle Kinder mit dem Töpfchentraining beginnen. Die meisten Kinder finden das toll und interessant. Sie wollen gerne groß sein. Wenn du früh anfängst, hat das Vorteile. Und du bist dann rechtzeitig für die Grundschule bereit. Bei Kindern ab 3 Jahren kann das Töpfchentraining schneller gehen, weil sie oft mehr verstehen und mehr erzählen können. Aber manchmal sind sie schon so daran gewöhnt, eine Windel zu tragen, dass sie lieber weiterspielen. Dann sind sie manchmal schwer zu motivieren. Aber körperlich und geistig sind Kinder dafür bereit.
Kind, fast 4 Jahre alt
Ist dein Kind schon fast 4 und tagsüber noch nicht ganz trocken? Oder hast du noch gar nicht damit angefangen? Dann ist es wirklich Zeit, loszulegen. Aber geh es nicht zu schnell an und gehe alle Schritte durch. Pass dich deinem Kind an und bleib positiv. Wusstest du, dass dein Kind in der ersten Klasse der Grundschule ganz selbstständig auf die Toilette gehen können muss? Das bedeutet mehr, als nur rechtzeitig auf der Toilette zu sein. Es muss auch Hose oder Leggings an- und ausziehen, selbst abwischen, Hände waschen und zurück ins Klassenzimmer kommen. Schau unter „Kind fast in der Schule“ nach weiteren Tipps für diese Zeit, um gut mit Stress und Zeitdruck umzugehen.
Die Nacht kommt später
Viele Eltern glauben, dass man das Toilettentraining auch nachts üben muss. Wusstest du, dass sich die Nacht-Toilettengewohnheit bei den meisten Kindern von selbst einstellt, und zwar innerhalb weniger Monate, nachdem sie tagsüber trocken geworden sind? Es kann auch länger dauern, das ist ganz normal. Aber man kann die Nacht-Toilettengewohnheit (leider) nicht üben. Der Körper und das Gehirn deines Kindes müssen tagsüber üben und lernen, zusammenzuarbeiten: Die Blase ist voll, noch kurz aushalten und rechtzeitig auf die Toilette gehen. Und nachts: Hallo, aufwachen, die Blase ist voll! Lass die Windel also beim Mittagsschlaf oder in der Nacht noch an. Erst mal tagsüber trocken werden. Das ist schon ein Meilenstein für sich!


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