Ist dein Kind bereit, loszulegen?

Du möchtest wissen, ob dein Kind bereit ist, mit dem Töpfchentraining zu beginnen. Dazu muss dein Kind einige Dinge können und verstehen. Oft ist es dafür schon mit etwa 2 Jahren bereit. Warte nicht zu lange, denn es ist gut für dein Kind, rechtzeitig trocken zu werden. In diesem Artikel erklären wir dir, worauf du achten kannst.

Du möchtest wissen, ob dein Kind bereit ist, mit dem Töpfchentraining anzufangen. Dafür muss dein Kind einige Dinge können und verstehen. Die meisten Kinder sind ab 2 Jahren bereit, den ersten Schritt zu machen.

Was bedeutet der Einstieg in die Sauberkeitserziehung?
Im ersten Schritt der Sauberkeitserziehung trägt dein Kind noch die Windel, und du nimmst es mit auf die Toilette. Außerdem redest du viel mit ihm und liest ihm Bücher über Pipi, Kaka, Töpfchen und die Toilette vor. Danach übt dein Kind auf spielerische Weise auf dem Töpfchen und der Toilette. Das machst du erst in Schritt 2, 3 und 4. Dein Kind muss also im ersten Schritt noch nicht alles können, was nötig ist, um ganz alleine auf die Toilette zu gehen. Das wird dein Kind erst noch lernen. Check: Was versteht dein Kind bereits? Fast alle Kinder ab 2 Jahren sind bereit, mit den ersten Schritten der Sauberkeitserziehung zu beginnen. Sie verfügen bereits über die körperliche Entwicklung, die Sprache und die Gehirnentwicklung, um etwas Neues zu lernen.

Möchtest du schon vor dem 2. Lebensjahr anfangen?
‍Achte dann genau darauf, was dein Kind bereits kann und versteht. Manche Kleinkinder können sich mit 1,5 Jahren schon gut bewegen, klettern und sich anziehen. Aber trocken zu werden ist mehr als das. Dein Kind muss auch verstehen, was du meinst, wenn du etwas über die Toilette, Pipi und Kaka erzählst. Außerdem ist es hilfreich, wenn dein Kind selbst deutlich machen kann, was es braucht. Das darf mit Worten geschehen, kann aber auch durch Laute, Zeigen oder Gesten geschehen. Die meisten Kinder verstehen mehr, als sie selbst sagen können. Wenn du genau weißt, was dein Kind meint, ist das völlig in Ordnung.

Worauf kannst du achten?
- Kann dein Kind einfache Aufgaben erledigen? Zum Beispiel etwas holen, wenn du es darum bittest, oder beim Aufräumen helfen? Viele Kleinkinder wollen zum Beispiel auf ihre eigene Art bei kleinen Aufgaben im Haushalt helfen, wie kehren, putzen oder abwaschen. Dann weißt du, dass sie schon viel verstehen.
- Versteht dein Kind, was du meinst, wenn du von einer sauberen Windel, einer schmutzigen Windel, Windelwechsel, Kacka oder Pipi sprichst? Zum Beispiel, wenn du sagst: „Ich glaube, ich rieche eine schmutzige Windel. Hast du ein Käckchen gemacht?“ Oder wenn du sagst: „Komm, wir wechseln mal die Windel.“  Kommt dein Kind dann zu dir oder zum Beispiel zum Wickeltisch?
- Zeigt dein Kind dir manchmal an, wenn es eine saubere Windel möchte? Achtung: Manche Windeln sind so trocken, dass ein Kind sie nicht spürt. Es gibt auch Kinder, denen es nichts ausmacht, mit einer nassen oder schmutzigen Windel herumzulaufen. Zunächst geht es darum, ob dein Kind es überhaupt anzeigen kann.
- Möchte dein Kind mit dir mitkommen, um zu schauen, was auf der Toilette und in der Windel passiert? Ist dein Kind neugierig auf das Groß- und Kleinmachen und Töpfchen? Zum Beispiel: Dein Kind übt schon mit einer Puppe oder einem Kuscheltier auf einem Spielzeugtöpfchen oder wechselt manchmal die Windel einer Puppe oder eines Kuscheltiers.

Wie alt muss dein Kind sein?
Wir wissen, dass fast alle Kinder, die älter als 2 Jahre sind, das schon können. Auch wenn sie es nicht immer ganz deutlich zeigen. Kinder mit einem starken Eigenwillen, Kinder, die noch sehr verspielt sind, oder Kinder, die schon etwas älter sind (ab 3 Jahren), verstehen dich oft zwar, tun aber nicht immer, was du sagst. Das liegt oft daran, dass sie so gerne weiterspielen möchten.

Warte nicht, bis dein Kind danach fragt
Früher hieß es immer: Warte, bis dein Kind es selbst signalisiert. Viele Eltern warten deshalb zu lange. Denn es gibt nur wenige Kinder, die buchstäblich fragen: „Willst du mir helfen, trocken zu werden?“ Oft ist es am besten, einfach spielerisch anzufangen. Viele Kinder haben Spaß daran, etwas Neues zu lernen. Du hilfst deinem Kind dabei, selbstständig zu werden, und das ist gut für seine Entwicklung. Es ist auch gut für die körperliche Entwicklung, rechtzeitig trocken zu werden.