Wie gehe ich mit einem sensiblen Kind um?

Beschreibe, was du hörst, fühlst, riechst und siehst, und zeige Verständnis

Empfindliche Kinder nehmen alles, was ihre Sinne wahrnehmen, intensiver wahr. Sie finden es zum Beispiel sehr unangenehm, eine nasse Hose zu tragen. Auch Windeln oder Höschen können kratzen. Geräusche aus der Toilette wirken auf sie lauter. Und auch Emotionen erleben sie intensiver. Wenn du also wütend wirst, erschrecken sie sich oft sehr davor.

Hast du ein sensibles Kind? Dann nimm dir extra Zeit und geh auf diese Gefühle ein. Sprich es an und schau, ob du deinem Kind helfen kannst. Zeige Verständnis, aber bleib trotzdem konsequent.

Sag zum Beispiel: „Das war nicht schön, oder? Eine nasse Hose. Komm, wir holen dir eine trockene. Dann setzen wir uns später noch mal kurz auf das Töpfchen. So sorgen wir dafür, dass deine Hose nicht wieder nass wird.“ Nimm dir Zeit, dich an die Geräusche, Gerüche und Empfindungen auf der Toilette zu gewöhnen, und benenne sie. Bleib dabei neutral und sag nicht bei allem, dass es „gruselig“, „aufregend“ oder „nervig“ ist. Sag lieber „Was für ein lautes Geräusch“, „Was für viele Spritzer“ und „Das riechst du doch gut, oder?“