Hilft es, streng zu sein oder mein Kind zu zwingen?

Sorge für Klarheit, Routinen und kleine Komplimente

Dein Kind zum Toilettengang zu zwingen, hilft nicht. Dein Kind könnte dadurch Angst bekommen oder wütend werden, was es meistens nur noch länger dauert. Und zu Hause wird die Stimmung dadurch auch nicht besser. Versuch, dein Kind zu ermutigen, es immer wieder dazu einzuladen und es auf spielerische Weise üben zu lassen. Sag deinem Kind, wie groß es schon ist: Wie toll, dass es üben will! Das ist gut so! Mach das auch, wenn du selbst unter Zeitdruck stehst, wenn dein Kind bald in die Schule kommt und noch nicht trocken ist.

Führe dein Kind Schritt für Schritt an die Sache heran. Sorge dafür, dass das WC ein angenehmer Ort ist, und nimm dein Kind mit. Übe mit Kuscheltieren oder Puppen auf dem Töpfchen. Oder tanzt ein bisschen oder singt ein Lied, wenn ihr auf die Toilette geht. Mach deinem Kind viele Komplimente, auch für kleine Fortschritte.

Strenge hilft meistens nicht, aber Klarheit schon. Und Regelmäßigkeit beim Üben. Mach es zu einer festen Gewohnheit für alle in der Familie. Ihr könnt vereinbaren, dass jeder in der Familie vor dem Essen kurz auf die Toilette geht – also du selbst auch und dein Kind ebenfalls.

Dann sag: „Es ist nicht schlimm, wenn nichts kommt, aber wir probieren es trotzdem mal aus. So wie alle anderen auch. Und danach essen wir lecker.“ Du kannst klar sein, ohne wütend zu werden oder streng zu gucken. Mach nach dem Versuch gleich ein Kompliment oder gib ihm ein High Five.