Was 22 Gemeinden vom Ready for Potty gelernt haben

Was passiert, wenn du dich als Gemeinde aktiv für die Sauberkeitserziehung einsetzt? Wir teilen Erkenntnisse, Zahlen und Erfahrungen aus früheren Kooperationen mit 22 Gemeinden in den Niederlanden.

Das Töpfchentraining ist ein wichtiger Meilenstein für Kinder und Eltern gleichermaßen. Doch viele Eltern machen sich im Vorfeld Gedanken: „Wie funktioniert das genau und wann ist der richtige Zeitpunkt, um damit anzufangen?“ In diesem Artikel erklären wir dir anschaulich, wie der Töpfchentrainingsprozess abläuft, damit du genau weißt, was dich erwartet.

Bewusstwerdung als erster Schritt

Als Baby hat dein Kind noch kein Bewusstsein für seine Körperfunktionen und macht einfach, wenn es muss. Je älter dein Kind wird, desto deutlicher entwickeln sich die Phasen der Bewusstwerdung:

  • Zunächst merkt dein Kind erst hinterher, dass es Pipi oder Aa gemacht hat.
  • Danach erkennt es diese Signale in Echtzeit.
  • Schließlich spürt dein Kind schon im Voraus den Drang, auf die Toilette zu gehen. Das ist der ideale Zeitpunkt, um wirklich mit dem Töpfchentraining zu beginnen.

Es hilft, wenn du in dieser Phase klar sagst, was du siehst und was dein Kind macht. Zum Beispiel: „Du hast eine nasse Windel“ oder „Machst du jetzt ein Geschäft?“ So lernt dein Kind, Zusammenhänge zwischen dem, was es fühlt, und dem, was passiert, herzustellen.

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Üben mit dem Töpfchen

Sobald dein Kind die Signale seines Körpers erkennt, beginnt die nächste Phase: das Üben mit dem Töpfchen oder der Toilette. Mach es zu einer täglichen Routine, zu festen Zeiten auf das Töpfchen zu gehen, zum Beispiel nach dem Schlafen, nach dem Essen oder wenn du deutliche Anzeichen dafür siehst, dass dein Kind pinkeln oder groß machen muss.

Am Anfang ist Geduld das A und O. Nicht alles wird auf Anhieb klappen. Kleine Missgeschicke sind ganz normal und bieten wertvolle Lernerfahrungen. Versuche immer, positiv und gelassen zu bleiben, ohne Druck auf dein Kind auszuüben.

Tages- und Nachtsauberkeit: zwei getrennte Prozesse

Die Tages- und die Nachtsauberkeit entwickeln sich getrennt voneinander. Tagsüber lernt dein Kind, bewusst auf die Signale seines Körpers zu reagieren. Die Nachtsauberkeit dauert oft etwas länger, da dein Kind im Schlaf nicht immer von einer vollen Blase geweckt wird. Dieser Prozess verläuft meist von selbst, sobald dein Kind tagsüber trocken geworden ist.

Schenke deinem Kind Vertrauen und Geduld

Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Die meisten Kinder werden zwischen 2 und 4 Jahren trocken, wobei 2 Jahre der ideale Zeitpunkt sind. Trockenwerden ist kein Wettrennen, also schenke deinem Kind Vertrauen, Aufmerksamkeit und Geduld. So gestaltest du die Erfahrung für dich und dein Kind angenehm und stressfrei.