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Warum Strafen nichts bringen

Du erfährst, warum Strafen und Wut beim Toilettentraining nicht helfen. Und wie du auf ein Malheur reagieren kannst.

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Gut zu wissen

  • In dieser Phase zieht dein Kind die Windel ab und zu für eine Stunde aus. Dann kann es vorkommen, dass dein Kind in die Hose pinkelt oder macht. Oder auf den Boden. Ein kleines Malheur also.
  • Das gehört dazu und ist ganz normal. Noch wichtiger: Dadurch lernt dein Kind zu spüren, was gerade passiert. Das Wasser zu halten ist etwas Neues, das muss erst gelernt werden, und das braucht Zeit.

Mit kleinen Missgeschicken umgehen

  • Hat dein Kind in dieser Phase oft kleine Unfälle? Das kann bei dir Ärger auslösen. Das verstehen wir. Denn vielleicht musst du noch weg. Oder du hast schon zweimal gewischt. Aber für dein Kind ist es wichtig, dass du nicht wütend wirst.
  • Dein Kind macht das nicht absichtlich. Oft merkt es erst hinterher, was passiert ist. Fängt dein Kind an zu lachen? Das kann daran liegen, dass es sich komisch anfühlt, wenn die Pfütze an den Beinen herunterläuft. Oder weil es wirklich eine Überraschung war: Schau mal, was da passiert!
  • Wütend zu werden oder zu bestrafen hilft beim Töpfchentraining nicht. Dein Kind könnte dadurch ängstlich oder unsicher werden – gegenüber sich selbst und dir gegenüber. Denn Kinder wollen es gerne richtig machen.

Das kannst du tun

  • Achte genau auf die Signale deines Kindes. Vielleicht ist es Zeit für das Töpfchen?
  • Ein kleines Missgeschick? Bleib ruhig und erkläre, was passiert ist. Zum Beispiel:
    • „Du hast in die Hose gemacht. Die ist jetzt ganz nass.
    • „Oh je, da ist eine Pfütze auf dem Boden. Bleib einfach stehen. Das machen wir gleich sauber. Das fühlt sich komisch an, oder?
    • Wir haben es knapp nicht rechtzeitig zum Töpfchen geschafft. Nächstes Mal klappt’s bestimmt.
  • Hilf deinem Kind beim Wickeln und rede nicht zu lange darüber. Wenn du ruhig reagierst, bleibt das Üben sicher und entspannt.
  • Ist dein Kind gerade in der Windelentwöhnungsphase? Dann halte Reinigungsutensilien und trockene Kleidung griffbereit.
  • Hast du Angst, dass dein Kind auf einen Teppich oder ein Sofa pinkelt? Dann räum sie weg oder such dir ein anderes Zimmer zum Spielen aus.
  • Fühlst du Stress oder Ärger? Atme erst mal tief durch. Das gehört dazu. Macht nichts.
  • Hast du einen stressigen Tag? Dann sei nachsichtig mit dir selbst. Du kannst dich in diesem Schritt auch dafür entscheiden, einen Tag auszulassen.

Tipps

  • Betrachte einen kleinen Missgeschick als Gelegenheit zum Lernen. Dein Kind macht das nicht absichtlich.
  • Bleib ruhig, reg dich nicht auf und hilf deinem Kind beim Windelwechseln.
  • Beschreibe, was passiert ist. So lernt dein Kind, es zu verstehen und nachzuempfinden.
  • Lobe dein Kind besonders, wenn es es später noch einmal versucht.
  • Hast du viel Stress oder einen anstrengenden Tag? Sei nachsichtig mit dir. Oder zieh deinem Kind einfach wieder die Windel an. Vielleicht ist das gerade nicht der richtige Moment. Morgen ist auch noch ein Tag!

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Warum Strafen nicht helfen
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