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Üben ohne Windel

Dein Kind übt eine Stunde am Tag ohne Windel. Du merkst, wann dein Kind auf die Toilette muss, und hilfst rechtzeitig.

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Schlaf jeden Tag eine Stunde länger

  • Dein Kind kennt das Töpfchen bereits, und du weißt, worauf du achten musst, wenn dein Kind auf die Toilette muss. Jetzt ist es Zeit für den nächsten Schritt: Üben ohne Windel!
  • Zieh die Windel nicht gleich ganz aus. Ein paar Mal pro Woche für eine Stunde reicht völlig aus. Zum Beispiel an den Tagen, an denen du zu Hause bist.
  • Geh es nicht zu schnell an. Das Ziel ist: ein erstes Mal Pipi oder Kaka auf das Töpfchen. Erst danach lässt du die Windel länger und öfter weg.
  • Zuerst lernt dein Kind zu spüren, was gerade passiert. Schritt für Schritt. Ihr lernt gemeinsam, die Signale zu erkennen.  

So machst du das

  • Such dir einen ruhigen Moment am Tag zum Üben aus. Zum Beispiel, wenn du zu Hause bist und nicht weg musst.
  • Sag ihm, dass die Windel kurz ausgezogen wird und dass dein Kind einfach spielen darf.
  • Stell das Töpfchen in die Nähe deines Kindes und zeig es ihm.
  • Bleib in der Nähe und achte genau auf die Signale, die du zuvor gelernt hast.
  • Nach einer Stunde noch nichts passiert? Dann kannst du die Windel wieder anziehen. Mach das auch, dann lernt dein Kind, dass du hältst, was du versprichst. Es ist schon aufregend genug.

Während der Windelfreistunde

  • Macht gemeinsam ganz normale Dinge, aber Achtung: kein Fernseher, kein Tablet und kein Handy. Das lenkt sehr ab, sodass dein Kind nicht richtig lernen kann, zu spüren, was auf es zukommt.
  • Achte genau auf Anzeichen wie Wackeln, die Hand im Schritt oder unruhiges Herumzappeln.
  • Sag, was du siehst: „Ich glaube, du musst mal auf die Toilette.“
  • Bring dein Kind zum Töpfchen und hilf ihm, ruhig zu sitzen, zum Beispiel mit einem Buch, einem Lied oder einem Spielzeug. Noch einmal: keine Videos.
  • Manchmal schafft man es, rechtzeitig aufs Töpfchen zu gehen. Manchmal kommt das Pipi schon früher. Das gehört dazu.
  • Nicht ganz rechtzeitig? Dann hebe hervor, was gut gelaufen ist, zum Beispiel:
    „Wie toll, dass du zum Töpfchen gelaufen bist“ oder „Du hast gespürt, dass ein Pipi kommt. Das hast du gut gemacht. High Five!“

‍Hat es noch nicht geklappt? Zieh die Windel wieder an.

  • Dieser Schritt dauert meist ein paar Wochen. Das heißt, dein Kind übt zunächst oft, ohne dass etwas ins Töpfchen kommt. Das ist also völlig in Ordnung.
  • Ist die Stunde vorbei und hat dein Kind zwar auf dem Töpfchen gesessen, aber nichts gemacht? Dann darf die Windel wieder angezogen werden. Morgen geht es weiter.
  • Für dein Kind ist es oft eine Erleichterung, wenn es wieder eine Windel tragen darf. Denk daran: Das alles ist ziemlich aufregend. Schritt für Schritt, geh es nicht zu schnell an.

Hat es beim ersten Mal geklappt? Lasst uns das gemeinsam feiern!

  • Hat dein Kind zum ersten Mal auf das Töpfchen gemacht? Feiert das gemeinsam! Jubelt, tanzt, gebt euch ein High Five und sag, dass du stolz bist! Wiederhole das später noch einmal. Das war wirklich toll von dir! Oder erzähl es anderen. Dein Kind wird sich groß fühlen.
  • Hat dein Kind schon zweimal auf das Töpfchen gemacht? Dann kannst du mit Schritt 3 weitermachen.

Tipps

  • Fang mit kurzen Phasen ohne Windel an. Erst mal eine Viertelstunde, dann eine halbe Stunde. Bis es eine Stunde pro Tag sind. Mach das 2 oder 3 Mal pro Woche.
  • Wähle Zeiten aus, zu denen dein Kind normalerweise auf die Toilette muss. Dann ist die Erfolgschance größer.
  • Zieh die Windel nach der Übung wieder an. Eine kleine Pause für alle.
  • Bleib in der Nähe, damit du schnell beim Töpfchen helfen kannst.
  • Lobe sie oft für kleine Fortschritte.
  • Denk daran: Jedes Kind ist anders. Überspringe diesen Schritt nicht und geh nicht zu schnell weiter.

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