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Wenn dein Kind wirklich nicht will

Du verstehst, warum dein Kind manchmal nicht üben will. Und wie du ohne Streit weiterkommst.

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Gut zu wissen

  • In diesem Schritt wirst du öfter üben. Manche Kinder finden das toll. Andere wollen aber nicht mitmachen. Sie sagen einfach „Nein“ und laufen weg. Das ist manchmal ganz schön schwierig!
  • „Nein“ zu sagen gehört zum Alter dazu. Kleinkinder üben, selbst zu entscheiden. Und schauen, was passiert, wenn sie „Nein“ sagen.
  • Es kann auch sein, dass dein Kind zwar üben möchte, aber gerade eifrig spielt.
  • Glaubst du, dein Kind muss mal? Dann erklär ihm, warum es jetzt wirklich kurz auf das Töpfchen oder die Toilette muss. Eine nasse Hose ist nicht schön, weißt du noch?
  • Halte die Atmosphäre locker und verspielt. Zum Beispiel mit etwas Musik, Umarmungen, die auch mal nötig sind, einem kleinen Tanz oder einem Scherz.
  • Mach keinen Kampf daraus. Sag also nicht, dass es unbedingt sein muss und dass du sonst wütend wirst. Dann dauert das Töpfchentraining oft länger und ist auch für dich schwieriger.

Was kannst du tun? 

  • Wähle feste Zeiten zum Üben, zum Beispiel gleich nach dem Aufwachen, vor dem Essen oder bevor du nach draußen gehst. Halte diese Zeiten jeden Tag gleich.
  • Lege diese festen Zeiten fest. Sag zum Beispiel: „Wir gehen jeden Tag kurz auf die Toilette, bevor wir essen. Das gehört einfach dazu. Also auch jetzt.“ Dein Kind lernt so, dass das ganz normal ist.
  • Es kann helfen, wenn in solchen Momenten alle in der Familie auf die Toilette gehen. Dann sieht dein Kind, dass es nicht allein ist. Und dass es dazugehört.
  • Sag, was du siehst. Sag zum Beispiel: Ich sehe, dass du zappelst. Du musst gleich auf die Toilette. Komm, wir gehen gemeinsam kurz auf die Toilette. Sonst hast du gleich eine nasse Hose.
  • Ist dein Kind gerade eifrig am Spielen? Dann sag: Du darfst gleich weiterspielen. Wir gehen kurz auf die Toilette. Danach kannst du weiter mit den Duplos spielen (…oder mit Autos, kochen, malen). Das hilft oft. Dein Kind weiß dann: Das Spielen ist noch nicht vorbei. Zum Glück!
  • Will dein Kind nicht aufhören zu spielen? Dann lass dein Kind 1 oder 2 Spielsachen mit auf die Toilette nehmen. Dann macht die Toilette auch Spaß.
  • Wird dein Kind wütend? Geh nicht zu sehr darauf ein. Lenke dein Kind stattdessen mit einem Witz oder einem Lied ab. Mach etwas Lustiges daraus. Oder sag, dass Bär auch mal auf die Toilette muss und sich nicht alleine traut. Oder lass es einfach mal sein.
  • Sag, was ihr nach dem Töpfchenmachen machen werdet. Sag zum Beispiel: Wenn du kurz auf dem Töpfchen warst, machen wir zusammen ein Puzzle. Das macht doch Spaß, oder? Dadurch hat dein Kind vielleicht Lust zu üben. Denn danach kommt etwas Schönes!

Tipps

  • Lege feste Zeiten für das Üben fest und halte dich daran. Dein Kind lernt: Das machen wir jeden Tag, also auch heute.
  • Lass dein Kind ein paar Spielsachen mit auf die Toilette nehmen.
  • Gib ihm die Wahl zwischen zwei einfachen Dingen. Zum Beispiel: Willst du auf das Töpfchen oder auf die Toilette? Willst du alleine gehen oder soll ich mitkommen? Holst du das Töpfchen oder soll ich es holen? (Aber du gehst jetzt kurz hin.)
  • Erkläre deinem Kind, warum Pipi und Kaka gut für es sind. Sag: Pipi machen ist gut für deinen Bauch. Sonst bekommst du später Bauchweh. Das ist doch nicht schön, oder?
  • Bleib ruhig, wenn dein Kind „nein“ sagt. „Wir versuchen es später noch einmal.“

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Das solltest du wissen